Nicht vorne – dahinter. Der Fresser wechselt für einen Tag die Seiten.

Immer nur Speise- und Weinkarten lesen und dann mal einfach bestellen, das ist doch langweilig. Das wäre vielleicht schön, aber so ist das echte Leben nicht. Nein, meine Lieben. Da muss es doch noch was anders geben. Richtig. Da gibt es die, die das Frontend bedienen und dann noch die, die im Backend arbeiten. Direkt an der Platte. Am Herd. In der Küche. Und zu genau diesen werde ich gehen. Gucken. Lernen. Mitarbeiten. In was für einer Reihenfolge, das werden wir sehen. Weil, überschätzen sollte man sich nicht. Ich bin zwar schon in vielen Küchen herumgekommen und glaube auch ganz gut kochen zu können, aber auf dem professionellen Niveau zu arbeiten, das ist schon eine ganz andere Sache.

Wer kennt das nicht: Hast du ein LoveMenu ist es besser alles schön vorzubereiten, da sollte man nicht zu viel à la minute kochen – um ja nicht zu viel Zeit zu verlieren. Aber das ist natürlich auch etwas ganz anderes. Bei sechs Personen muss man ganz schön aufpassen, da können die Vorbereitungen schon ganz schön heftig ausfallen, je nachdem wieviel Gänge man einplant. Und das Kochen erst, nicht ohne. Aber bei 8 bis 10 Personen, da wird es noch etwas schwieriger. Viel Vorbereitung, viel Aktion. Da ist es nötig, dass man ein paar aus dem Publikum zum helfen verpflichtet. Zumindest beim anrichten. Sonst schwimmt man ganz schön weg. Huiuih, das geht schnell und der Abend kann kulinarisch ganz schön daneben gehen. Dann sind nur noch drei Optionen im Spiel:

1. Flüchten – das will so recht auch keiner, macht keinen so guten Einruck

2. Das nicht ganz so gut gekochte einfach servieren und zu hoffen nicht gesteinigt zu werden

3. Viele gute Flaschen Wein oder ähnliches aufzureissen um sich und  alles zu ertränken

Das geht ja noch alles im Homebereich – will zwar keiner, aber im Restaurant, wenn alle auf ihr Essen warten? Unmöglich. Da darf auf dem Sterneniveau gerade mal gar nichts negatives passieren.

Profiküche – ich bin bereit. Eine Kochjacke habe ich schon mal und ein paar scharfe Messer. Die Grundausrüstung steht.

Kochjacke

Also brauche ich noch die richtige Location. Und auch die ist gefunden. Caroline Baum hat mich eingeladen, einen Tag in der A Mesa-Küche in Mannheim zu verbringen. Und ich sage Euch: Die Freude ist gross, ja, richtig gross und ich weiss, einige von Euch werden mich beneiden. Gut so, das kann ich aushalten.

Darüber berichten werde ich natürlich, ein paar Bilder werden auch gemacht und ich werde es geniessen ein wenig hinter die Kulissen zu schauen und zu spicken. Einfach wunderbar.

7 Reaktionen zu “Nicht vorne – dahinter. Der Fresser wechselt für einen Tag die Seiten.”

  1. Schnick Schnack Schnuck

    ..und das alles wöchentlich? Willkommen in unserer Kochgruppe, würd ich wohl sagen. Vielleicht sollten wir auch ne Profiküche eröffnen.

  2. Der Fresser

    Wöchentlich, nee, vielleicht alle 2 Wochen bin ich unterwegs.

    Und wo habt ihr Eure Kochgruppe?

    Wenn ihr mal richtig schwitzen wollt, dann werdet Profi und genug Adrenalin gibt es dann auch.

  3. Roxana Scaroni

    Hmmm…naja….selbst in einer Profiküche sind Laienarbeiter nötig, ich meine die die schälen, schneiden, anrichten usw und sehr lernwillig sind, da bin ich dabei :-)
    Beim Sterneessen bin ich schon Profi, aber was das Kochen angeht stehe ich noch am Anfang, immerhin habe ich meinen ersten Kochkurs absolviert, und den in einem Sternerestaurant, also schon auf gutem Niveau. Ich muss sagen, es juckt schon in den Fingern :-)

  4. Der Fresser

    Ja, mitkochen macht Spaß und heute geht es in Köln essen. Sich bedienen lassen. Freude.

  5. Der Fresser

    Hi Roxana, das klingst doch alles gut, was dein zukünftiges Kochen angeht. Kochkurs ist gut, aber viel interessanter wird es, wenn du direkt in der Küche selbst mitarbeiten kannst. Klar, am Anfang stehen die Hilfsarbeiten, dann aber wirst du Dinge erkennen, die dir zu Hause extrem helfen. Frage einfach nach und du wirst sehen, okay, Penetranz gehört dazu, dass du auch eingeladen wirst, mitzukochen. Ich bin einigen B-Teams, dass sind die, die bei Ausfall des Chefs die Küche übernehmen ;-) ) Denn die klassischen Kochkurse dienen oft nur dazu mit den anderen Teilnehmern zu schwätzen und dem Küchenchefs die Kasse voll zu machen.

  6. Roxana Scaroni

    :-)
    ja, plötzlich wollte ich auch mal am Herd stehen, nicht nur im Restaurant sitzen, und siehe da, es macht tierischen Spaß, ich bin total neugierig auf alles was ich lernen werde.
    In der Zwischenzeit stehen aber noch ein paar Restaurantbesuche auf dem Plan, wenn ich an Herrn Schwaiger auf Mallorca denke läuft mir das Wasser im Mund zusammen…

  7. Der Fresser

    viel Spass …

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