CareTrip – Gut reisen  /  Besser ankommen

Einer der schönen Freitage – eigentlich wollten wir einen Gemüsetag einlegen

Die letzten Wochen waren sehr essensintensiv, so viele Teller standen vor mir, die meisten brachten mir ein Leuchten in die Augen. Viele würden sagen: „Oh, das ist doch super.“ Ja, manch andere würden applaudieren. Ich tat es auch, aber so langsam passen mir einige Hosen nicht mehr, selbst Sport hilft da nicht mehr und so sagten wir: Lass uns doch mal eine  Woche der kulinarischen Vernunft einlegen. Mal Gemüse und Obst. Aber, wie es so ist, Vorsätze nimmt man sich ganz schön schnell vor, nur an der Durchführung hapert es. Und dann kommt auch noch unser Lieblingsmetzger dazwischen. Beim Einkauf für den Sonntag, es sollte ein Maishähnchen geben. Leichte Kost! Herr Blüm, sagt er doch zu mir: „Ich habe gestern ein fettes Eichelschwein bekommen, von der Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall und das müssen Sie probieren.“ Schwupps war´s in der Tüte verschwunden und wir konnten nicht widerstehen. Wie denn auch? So entwickelte sich der geplante vegetarische Freitag doch zu einem Fest des Fleisches. Denn: Was wie Schwein aussieht, da ist auch Schwein drin, und ein kleines Stück gab es auch nicht, es war unwiderstehlich so schön fett, ganz weiß, der unschuldig wirkende schützende Fettrand. Ganz ehrlich? Es lachte mich richtig an. Okay, raus die Pfanne und eine innere Stimme sagte zu mir: „Schmeiss doch endlich die Flamme an, du alter Fresser.“

Kotelett – aus der Metzgerei Blüm

Schwein gehabt

Und irgendwie erinnerte mich das an Südtirol, die im Moment einen alpinen Küchenzauber abfackeln, der beeindruckend, ja geradezu grandios ist. Die Produktqualität, die aus den Bergen, von den Almen kommt, unvergesslich, ob Hirsch, Schwein, Kalb, Geflügel, das Obst, ob Äpfel, Birne, Bergmarillen, ebenso die Trauben, die Forellen und Saiblinge, dazu das ausgeprägte Gefühl mit diesen Produkten gut umgehen zu können. Aber alle Küchenchefs sehen es nicht als Diktat, auch werden andere Produkte, z.B. die aus maritimen Gegenden kommen in die Menüfolge integriert. Immer mit Gefühl und elegant. Hier die Lieferantenliste der Trenkerstube im Hotel Castel im Dorf Tirol.

Lieferanten

Unser Ausgangspunkt war das Hotel Miramonti in Hafling, unvergessen der Blick vom Restaurant aus, einer Höhe von 1.300m, einfach erhaben. Das Hotel? Eine Wohlfühloase, die so angenehm ist, dass hier ein Ich-bin-zu-Hause-Gefühl aufkommt, die Menschen, die hier arbeiten, so zuvorkommend, einfach klasse. Ein idealer Knotenpunkt, um die umherliegenden kulinarischen Highlights zu erkunden.

Und welche waren das? Lasst uns die Trenkerstube anschauen. Deux Étoiles. Wenn mich jemand fragen würde, wie soll ich hier den Unterschied zu Trois Étoiles erkennen?

Logo

Amuse

Amuse2

Amuse3

 

Teigtaschen

Hierzu einige Worte: Okay, der Tuber magnatum pico, der hat´s gerissen, nee, es war auch die Kombination. Dinkel-Teigtaschen mit Almkäse, weißem Alba Trüffel und Eier-Emulsion. Ein Liaison, die einzigartig war, die Crèmigkeit und Schmelz des Käses und der Teig, superzart und mit Biss. Klasse.

Ei

Und für meine Frau, einer ausgesprochene Käseunliebhaberin, die senza formaggio Variante. Freiland-Ei mit Trüffel,
Tafelspitz-Gelee, Spinat und Carbonara-Schaum. Nochmals richtig gut!

Zander

Saibling

Reh

Schoko

Petite Fours

Wein

Wein rot

Und hier das Menü in voller Länge:

Bachsaibling, in brauner Butter confiert
mit heimischen Karotten in Linsen-Dressing

*****
Zander in Spitzkohl-Fond,
Speckwürze und Kichererbsen

*****
Dinkel-Teigtaschen mit Almkäse,
weißem Alba Trüffel und Eier-Emulsion

*****
Einheimischer Rehrücken,
in Gänseleber, Topinambur
und Steinpilzen

*****
Walnuss und Schokolade
mit Zwetschgen

Rechnung

Gegessen hat es Gabriele und Harald. Geschrieben hat es Harald und es gibt auch noch eine Fortsetzung. Noch mehr von der Alpinen Küche. Keen!

 

Informationen zu diesem Besuch

Restaurant:
Chef:
Ort:
Anmerkung:

Legende - Wie war's?

so lala

okay

gut

Exzellent

Unbeschreiblich

Für Service und Ambiente

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