Gehen und Kommen. Dazwischen sehr Gutes aus FranciaCorta.

Abschied fällt oft schon schwer, aber wenn ich mich so umschaue, was es kulinarisch in einem Radius von 100 km so gibt, dann kann man sagen: wir leben doch in einem Epizentrum der Kulinarik. Klasse für uns Fresser! Und währen die Vorbereitungen für die Essens-Reise nach Italien laufen, schreit doch der Bauch nach gutem Essen. Deshalb noch mal kurz ein paar Adressen um die Ecke besucht, um an ein Wiederkommen erinnert zu werden. Da sind doch die neuen Dishes von Juan Amador zu nennen und auch die von Matthias Schmitt, klar, auch die von mir aus meiner neuen Heimatstadt Lampertheim. Wie lebt es sich denn direkt am Spargelfeld? Da kann man ja direkt in Versuchung kommen, mal direkt rüber zu gehen, um für Abendbrot ein paar frische Stangen zu stechen. Was würde da aber meine Frau sagen?

Hier nun die Abschiedsdishes von Restaurant Amador und der Villa Merton. Und die Dishes der Italienreise im Fast-Live-Stream via Facebook und zusammengefasst hier im Fresserblog!

Tatar und ZwiebelnGepopptes Schwein mit CarbinieroschwanzGemüseZenWagyu und Trüffel

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Beginnen wir mit dem Callcatore in Sulzano am wunderschönen Iseosee. Wie Mama, so stellt man sich Essen und Preise vor. Der Auftakt, der hausgemachte Schinken und die unwiderstehlich schmeckende Salami mit den Fenchelsamen. Das Filet vom Hausschwein, das jederzeit mit den mittlerweile so hochpreisigen Spanienimporten, alles so ums Iberico Schwein herum, locker mithalten kann. Leute, macht nicht so viel Marketing! Hahaha, was sage ich da gerade?  Das 16 Wochen trocken gereifte T-Bone, auf dem Grill schön al sangue gebraten, kein Traum, nein, die 700 g waren sofort weg, hey! Fresser! Dazu die wunderbaren Kartoffelecken und der frische Salat. Ein Ca‘ del Bosco dazu. Da bleibt mir nur zu sagen: Hier bin ich Mensch, hier will ich sein. Yeah!

Schweinchen
T-Bone

Die erste Michelin-Station – Due Stelle Michelin – Das Miramonti l’Altro in Concesio bei Brescia. Die Hosen sind schon gebügelt, das Hemd gestärkt, die Haare gegelt. Huhu, halt italienisch, oder so.

Carbonara

// Carbonara di ostriche e polvere di caviale € 35,00

Lackierte Wachte

// Quaglia laccata al miele con le sue uova in salsa agra di soia € 30,00

Hummer
// Confit di astice all’olio extravergine, salsa di asparagi e asparagi croccanti € 40,00

Mandarine
Mandarine al stagione € 18,00

Ja, wie war es denn? Na ja, mal gut, mal doch sehr einfach, was ja nicht sehr schlimm ist, allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Italiener in der Küchenentwicklung doch ein wenig hinterherhinken. Wenn ich mich so in meinen Kochbüchern so umschaue, habe ich ich das doch schon alles mal gesehen. Okay, die Italiener waren ja noch nie die kulinarischen Avantgardisten, vielleicht bei den von einigen Ristoranti abgesehen, hupps, hoffentlich klopft heute Abend nicht jemand an die Zimmertür des RivaLago in Sulzano. Ein wahrhafter Hotelschatz am Iseosee. Hier ist richtiges Wohlfühlen angesagt.

Und an diesem Abend haben wir beschlossen, die dicken Michelin-Burgen, ob zwei oder 3 Sterne gegen die etwas Einfacheren zu tauschen.

Timoline, das Ristorante Julia sollte es sein, ein traumhaft schönes Weingut mit der idealen Umgebung, um schöne Stunden zu verbringen, Romantik wird beim wirklich ausgezeichneten Essen gleich mitgeliefert. Und wenn wir schon mal bei der Romantik sind: Was hier hochzeitsmässig abgeht, das ist Deutschland noch Entwicklungsland, hier hauen die Italiener Geld raus, unfassbar.

Was interessiert uns das heute? Gar nichts, wir essen und trinken und das ganz ausgezeichnet. Vier fabelhafte Gänge, einen wunderbaren FranciaCorta und einen  Ca´del Bosco, alles zusammen für 85 €. Klasse!

Carne Crudo
// Carpaccio di manzetta marinata alle erbe con Bagóss e tartufo nero

Ravioli
// Ravioli al Castelmagno con passatina di porciniRavioli al Castelmagno con passatina di porcini

Gnocchi
// Gnocchetti di pane e spinaci “capunsei” con burro nocciola, pancetta e salvia

Rind
// Manzo all’olio con polenta integrale croccante

 Und der nächste Step? Das Ai Frati in Vello und das hat sich sogar doppelt gelohnt! Na, ne kleine Vorschau gefällig?

Ai Frati Vello

Wein

Vorspeise

Ravioli

Hummer

Fisch

Crudi

Und so etwas habe ich noch nie gegessen, so viele Garnelen- und Hummerarten im direkten Vergleich. Da geriet der Tintenfisch, der Kaviar und die Jakobsmuschel doch schnell ins Abseits. So unterschiedliche Geschmäcker, von vanillig bis richtig kräftig. Klasse.

Informationen zu diesem Besuch

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