Natur küsst Gäste. Ein dicker Schmatzer!

Schmatzen, das sollte auch bei uns erlaubt sein, irgendwie ist dieser Ausdruck, ein Sich-Wohl-Fühlen beim Essen abhanden gekommen. Genau dies hätte ich gerne am Tisch gemacht, als wir in der Villa Merton zum Dinner waren. Es war eine Klasse für sich, das uns hier geboten wurde. Es ist für mich eine überraschende Küche, deshalb, weil hier akribisch darauf geachtet wird einheimische, vor-Ort-Produkte zu verwenden. Konsequenz ist hier angesagt und das merkt man, wenn sich Radieschenfrüchte, die übrigens oberirdisch wachsen, mit Johannisbeerstrauchemulsion zeigen, die einen ganz besonderen Geschmack abgeben. Etwas bissig scharf und mit einer leichten Bitternote. Von Aussehen leicht zu verwechseln mit Stangenbohnen, allerdings ein völlig anderes Geschmacksfenster. Und lassen wir das Menue Revue passieren, waren doch so viele exotische – HALT! einheimische Geschmacksmomente dabei, die mich richtiggehend aufmerksam machten, was alles vor unserer Haustür wächst und so gut schmecken kann. Danke dafür Matthias Schmidt und seinem Team für diese Eindrücke.

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Und wenn wir gerade von Eindrücken sprechen: Als wir in die tiefen der Keller unter der alten Villa hinuntergestiegen sind und dann das Produkteparadies / Kräuter / Blumen / Samen / Früchte sahen, da waren wir doch höllisch beeindruckt. Mit welcher Leidenschaft, Akribie und auch Penetranz Matthias Schmidt hier mit den Produkten umgeht – und lese ich auf der Website nach, alles trifft zu, seine Überzeugung und seine Konsequenz // Fichtensprossen. Wunderlauch.
 Johannisbeerstrauch. Blütenzucker. 
Der Geschmack der Region. 
Ursprünglich. Saisonal. 
Von Traditionen inspiriert. 
Von Kreativität getrieben. 
Aufbruch zu neuem Speisen. 
Hand in Hand mit Bauern, 
Förstern, Fischern und Biologen. 
Mit überraschenden Inszenierungen 
und den besten Zutaten –
 aus umliegenden Mittelgebirgen 
und großen Flusstälern. Applaus für seine Überzeugung!

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So und jetzt lasst uns essen gehen. Nochmals einen kurzen Halt! Die Ente mit dem Steinklee, Spitzkohl, dem Bärlauch und der sauren Sahne. Ein weltklasse Gang, der in meinem Main Dishes Food Container sicher gespeichert ist. Die zarte Kompaktheit der Entenbrust, die überraschende angenehme Säure, die geschmacksinstensive dick reduzierte Soße, ein Genusspaket das mich richtig überzeugte. Und irgendwie hatte es eine gewisse geschmackliche Ähnlicheit mit Amadors Mieraltaube und Purple Curry, allerdings: Bei Juan Amador mit dem wahren exotischem Einschlag.

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BACHSAIBLING, WEIßE RÜBE, KNOCHENMARK, MARIENDISTELÖL

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SONNENBLUME, TOPINAMBUR, FELDSALAT, HOLZKOHLEÖL, MEERRETTICH

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WEINBERGSCHNECKE, BUCHECKERN, HASELNÜSSE, GRÜNKOHL, WACHOLDER

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WELSLEBER, ZWIEBEL, BEIFUSS, EGERLINGE

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BÄÄM! ENTE IN STEINKLEE GEBRATEN, SPITZKOHL, BÄRLAUCH, SAURE SAHNE

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HENNE, PIMPERNELLENSAMEN, HAFERWURZEL, BUCHENKEIMBLÄTTER

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HANDKÄS MIT MUSIK, SO SCHMECKT FRANKFURT!

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APFEL, BRENNNESSEL, HAFERFLOCKENEIS, BLÜTENPOLLEN, TRAUBENKERNÖL

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MOHRRÜBE, KAMILLE, MOHRRÜBENSAAT, VOGELBEEREN

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Und als wir uns verabschiedeten, sagte Matthias Schmidt zu mir, dass es bald die neue Karte geben wird und schwupps hatten wir wieder einen Tisch reserviert. *Freude*.

Gegessen haben es Dieter, einem, den ich gerne im Fresserteam hätte! Mitgegessen und geschrieben hat es Harald.

Informationen zu diesem Besuch

Restaurant:

Villa Merton // villa-merton.de //
2 Michelin Stars

Chef:

Chef: MATTHIAS SCHMIDT

Team: BARBARADEHM – DIANAKRALJEVIC – MARCOMITROVIC – MICHAELMUNDRZYNSKI –NADINESTARKLOFF – ROMANEICHHORN – SINDYZSCHAKO – STEFANKATZKI – THIERRYFELDEN – FELIXHEUSER – JOHANNESWÄGER – LARSMIDDENDORF – MATTEOPICCO – MATTHIASSCHMIDT – MICHASCHÄFER – TIMOHERGET – TOBIASSCHMITT

Ort: Frankfurt am Maiin
Anmerkung: So nah an der Natur habe ich noch nie gegessen!

Legende - Wie war's?

so lala

okay

gut

Exzellent

Unbeschreiblich

Für Service und Ambiente

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  1. Was soll ich noch hinzufügen? Es war rundum klasse!
    Bei der Bestellung waren Harald und ich uns noch einig, dass Karotte als Dessert wohl nicht so spannend sein wird. Aber nachdem der Service uns wohl als wirklich interessierte Foodies identifiziert hatte, bekamen wir die Karotte als zweites Dessert. Und das war für mich BÄÄM!

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